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Der Selbstversorgungsgrad wird definiert als Verhältnis der Inlandproduktion zum inländischen Gesamtverbrauch. Es wird unterschieden zwischen einem Selbstversorgungsgrad brutto und einem Selbstversorgungsgrad netto, wobei beim Selbstversorgungsgrad netto berücksichtigt wird, dass ein Teil der Inlandproduktion auf importierten Futtermitteln beruht. Dazu wird bei der Berechnung des Netto-Selbstversorgungsgrades die tierische Inlandproduktion um jenen Anteil reduziert, der mit importierten Futtermitteln produziert wird.


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Das Schwergewicht der Schweizer Landwirtschaft liegt auf der tierischen Produktion, was auch den verhältnismässig hohen Selbstversorgungsgrad in diesem Bereich erklärt. 2014 lag der Inlandanteil bei tierischen Produkten mit 100 % drei Prozentpunkte höher als 2013 (97 %). Hauptursache war die höhere Produktion von Milch, Schweinefleisch, Eiern und Geflügelfleisch. Der Anteil bei den pflanzlichen Produkten stieg 2014 um fünf Prozentpunkte gegenüber 2013 auf 46 %. Hier wirkte sich v.a. die grössere Zuckerrübenernte aus. Insgesamt lag 2014 der Selbstversorgungsgrad brutto mit 63 % fünf Prozentpunkte höher als 2013 (58 %). Der Selbstversorgungsgrad netto lag 2014 bei 55 %, also 5 Prozentpunkte höher als 2013 (50 %).

Alessandro Rossi, BLW, Fachbereich Kommunikation und Sprachdienste, alessandro.rossi@blw.admin.ch