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Im Jahr 2015 gab es noch gut 36 700 Halterinnen und Halter von Rindvieh. Das entspricht einer Abnahme von etwa 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Anzahl der Schaf- und Schweinehalter ging prozentual in vergleichbarem Umfang zurück. Die Anzahl der Pferdehaltenden war ebenfalls leicht rückläufig, wenn auch weniger stark als in den vorangehenden Jahren. Einzig die Nutzhühnerhalter konnten eine leichte Zunahme verzeichnen.

Entwicklung der Anzahl Nutztierhalter 

 2000/022013201420152000/02–2013/15
 AnzahlAnzahlAnzahlAnzahl%
Viehhalter 58 602 46 621 45 711 44 789-22,0
Rindviehhalter 49 598 38 546 37 742 36 738-24,0
Pferdehalter 10 564 8671 8528 8483-19,0
Schweinehalter 14 656 7277 7045 6865-51,8
Schafhalter 12 158 8903 8700 8414-28,7
Ziegenhalter 6977 6466 6333 6313-8,7
Nutzhühnerhalter 19 943 11 982 11 953 12 065-39,8

Quelle: BFS, Daten für Rindvieh ab 2009 aus der Tierverkehrsdatenbank
2015: Stichtag von Anfang Mai auf den 1. Januar verschoben.

Vergleicht man die Anzahl der Tierhalter im Berichtsjahr mit den Jahren 2000/02, so fallen die Zahlen der Schweine- und Nutzhühnerhalter auf. Diese verringerten sich um gut 50 %, bzw. knapp 40 %. Aber auch die Anzahl der Rindvieh- und Schafhalter ist in diesem Zeitraum um 24 % bzw. 29 % gesunken. Demgegenüber haben sich die Tierzahlen im Jahr 2015 bei allen Arten seit 2000/02 kaum vermindert, beim Geflügel ist gar eine Zunahme von über 50 % zu verzeichnen. Dieser Umstand zeigt eindrücklich den weiter fortschreitenden Strukturwandel und die Konzentration auf grössere Durchschnittsbestände auf.

Die Bäuerinnen und Bauern hielten im Berichtsjahr rund 1,55 Millionen Stück Rindvieh, was einer Abnahme von gut 0,5 % gegenüber 2014 entspricht. Der Bestand an Kühen (Milch- und Mutterkühe) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4000 Stück.

Zoom: ab16_produktion_tprod_entwicklung_nutztierbestaende_d.png

Der Schweinebestand entsprach mit knapp 1,5 Millionen Tieren im Berichtsjahr knapp den Zahlen des Vorjahres (minus 0,2 %).Der relativ starke Rückgang der Schaf- und Ziegenbestände im Jahr 2015 war zum grössten Teil auf die Verschiebung des Stichtages von Anfang Mai auf den 1. Januar zurückzuführen.

Dank der anhaltend freundlichen Lage auf dem Geflügelfleisch- und Eiermarkt stieg der gesamte Geflügelbestand mit 10,75 Millionen Tieren im Berichtsjahr wiederum an, wobei mit einer Zunahme von beinahe 6 % die Lege- und Zuchthühner am meisten dazu beitrugen.

Hans Ulrich Leuenberger, BLW, Fachbereich Tierische Produkte und Tierzucht, hansulrich.leuenberger@blw.admin.ch